Obwohl immer dasselbe Konzept hinter dem „Brückenbau“ steht, wird es von den Herstellern unterschiedlich in die Praxis umgesetzt. Die Unterschiede sind auch bei den Testsiegern festzustellen. Einen neuen Weg ist zum Beispiel Head gegangen. Beim CrossBow 10 wird die Brücke erst nachträglich separat eingebaut und von einer Elastomer-Einlage gehalten. Da die Brücke deshalb einerseits frei beweglich, andererseits gedämpft ist, ergibt dies im Endeffekt tatsächlich spürbar mehr Power.
Prince wiederum setzt auf längere Saiten für mehr Power, was beim O3 Speedport Platinum durch eine durchlässige Brücke auch sehr gut gelungen ist. Gut für eher klassische Spieler: Der Schläger kann auch normal bespannt werden. Und dass man mit dieser „klassischen“ Variante wiederum ebenfalls sehr gute Ergebnisse erzielen kann, beweist die Spitzenplatzierung des Dunlop Sport Aerogel 900 und des Wilson [k] Zero. Die zwei Schläger machten das Testsieger-Quartett komplett.
Dabei war der Dunlop Aerogel mit rund 200 Euro sogar einer der günstigsten Schläger im Testumfeld, in dem sich zwei weitere Modelle aufgrund ihres guten Preis-/Leistungsverhältnisses die Gunst der Tester erspielt haben. Der Tecnifibre X-One Power und der Pro Kennex Ki 30. Letzterer lag sowohl im Preis wie bei der Leistung mit dem Dunlop-Modell eigentlich gleichauf. Doch an den Rasselgeräuschen der beweglichen Bleikügelchen seines Kinetic-Systems fanden nicht alle Tester Gefallen. Der günstigste Schläger im Test schließlich, der Babolat Reflex 109, ist zwar wegen des fehlenden Dämpfungssystems etwas härter zu spielen. Die Tester ordnen ihn aber trotzdem immer noch als „ordentliches Komfortracket“ für Preisbewusste ein.
Sämtliche Testfazits, darunter auch die der teurer Modelle im Test von Boris Becker, Wilson, Head und Völkl, finden Sie im Überblick hier.

RSS-Feed abonnieren zum Thema
