Möglichst leicht im Gewicht, leichtfüßig und pannenresistent sollen Reifen für Rennräder sein. Auf diese drei Kriterien wurden die zwölf Reifer getestet. Natürlich zählt auch die Sicherheit auf dem Untergrund, die in der Praxis getestet wurde.
Große Unterschiede zeigten sich zwischen den beiden Typen beim Gewicht. Während die Trainingsreifen ein Gewicht zwischen 231 und 275 Gramm hatten, wogen die Wettkampfreifen mit 176 bis 231 deutlich darunter. Ein sehr großen Gewichtsunterschied zeigten die beiden Reifen aus dem Hause Continental. Der Trainingsreifen Continental Grand Prix waren mit 246 Gramm 70 Gramm schwerer als die Grand Prix 4000 RS für den Wettkampf. Deutliche Unterscheide zeigten sich auch beim Rollwiderstand. Insgesamt zeigten zwar alle gute Werte, relativ gleichmäßig verteilt zwischen den Trainings- und den Wettkampfreifen. Der Spitzenreiter kam aber aus der Riege der Wettkampfreifen, der Specialized Mondo Open Tabular mit 18,8 Watt bei 30 km/h. Geschuldet ist das laut Testbericht der speziellen Bauweise. Keiner der Trainingsreifen reichte da heran, doch am besten schnitt der Vittoria Zaffiro Pro II mit 24,2 Watt ab. Leider ließen sich bei einigen Rädern die Leichtfüßigkeit nicht mit dem Pannenschutz vereinbaren, und so zeigten die Räder mit dem kleinsten Rollwiderstand auch den geringsten Pannenschutz. Generell sind Wettkampfreifen anfälliger als Trainingsreifen, da teilweise auf die Pannenschutzschicht zugunsten des Gewichts verzichtet wird. Im Test zeigte sich ein anderes Bild. Trotzdem bot mit dem Continental Grand Prix 4000 RS, der leichteste im Test, ein Wettkampfsiegen den besten Pannenschutz.
Rollwiderstand vs. Sicherheit
Reifen müssen auf allen Untergründen einen vernünftigen Grip haben, um Sicherheit zu gewährleisten. Das wirkt sich aber kontraproduktiv auf den Rollwiderstand aus. Im Test wurde das bestätigt. So zeigten die Reifen Schwalbe Durano zwar gute Fahreigenschaften, lagen beim Rollwiderstand aber eher im hinteren Feld. Anders der Testsieger der Trainigsreifen, der ”sehr gute” Vittoria Zaffiro Pro II. Er erreichte Bestwerte bei Fahreigenschaften und Rollwiderstand, mikroskopisch kleine Schwächen leistete er sich nur beim Pannenschutz. Bei den Wettkampfreifen schaffte es der Continental Grand Prix 4000 RS bei einem super Rollwiderstand auch gute Fahreigenschaften und erzielen und wurde als einziger im Test mit ”überragend” bewertet – und sicherte sich somit den Testsieg bei den Wettkampfreifen.
Den kompletten Testbericht lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ”RoadBike”. Eine Übersicht über die getesteten Reifen sowie ein kurzes Testfazit finden Sie hier (Trainingsreifen) und hier (Wettkampfreifen).

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