10 Rennräder verschiedener Preisklassen im Test: Preisliches Mittelfeld empfehlenswert
Preisunterschiede lassen sich bei Rennräderns bis 4000 Euro durch höherwertige Materialien und langlebige Komponenten, leichtere Rahmen und schnellere Räder erklären, Das ist nachvollziehbar und gerechtfertigt, ab dieser Grenze aber zahlt man für andere Dinge. Technisch sind die teureren Räder laut ”RennRad” nämlich kaum besser als die günstigeren Räder. Und: Teure Räder sind nicht immer alltagstauglich, denn sie werden für Radrennen und nicht für die Freizeit gemacht. So sind zum Beispiel die Leichtlaufräder extrem anfällig und eine Reparatur sehr teuer und kompliziert. Die richtig teuren Räder überlässt man somit besser den Profis. Zum Beispiel das Focus Izalco Team Milram für 7000 Euro. Das Profi-Rad ist mit Laufrädern versehen, die besonders pflegeintensiv sind. Dafür wiegen sie auch nur 7,94 Kilogramm – alles inklusive.
Ein gutes und zudem alltagstaugliches und zudem solides Rennrad mit Allrounder-Qualitäten fanden die Tester im Bergamont Dolce 9.9 für erschwingliche 2299 Euro. Vor allem die Laufräder machten es zu einem potentiell täglichen Begleiter. Eine sehr gute Kraftübertragung und eine präzise Lenkung erreichte das Rad durch den Rahmen, der im Tret- und Lenkbereich massiv gearbeitet ist. Das Fahrverhalten war ausgewogen und die Sitzhaltung lag zwischen entspannt und gestreckt. Schon deutlich teurer ist das Circle Revolution für 3999 Euro, das im Test unter anderem durch die Montagequalität und die Alltagstauglichkeit auffiel. Auch bei der Ausstattung gab es wenig zu kritisieren. Besonders bergauf war das 6,89 Kilogramm leichte Rad super, aber auch bergab sicher und gut kontrollierbar. Nur die Wendigkeitwurde durch den flachen Lenkwinkel und den daraus resultierenden Geradeauslauf etwas eingeschränkt. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Test hatte das Univega Via Mountain King für 3999 Euro, denn es bot eine super Ausstattung, ein sehr gutes Fahrverhalten, leider büßte das Rad durch die Carbonspeichen an Alltagstauglichkeit ein.
Zu viel Geld fürs Rad
In der nächsten Preisklasse – also bei rund 5000 Euro – zahlt man laut Test bereits zu viel, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schlechter als bei den günstigeren Modellen. Trotzdem fanden die Tester an den Rädern Gefallen – zum Beispiel am Neueck Speedmetal, das ein tolles Fahrverhalten zeigte. Die Reifen haben einen geringen Rollwiderstand, beschleunigten sehr gut und sorgten für eine tolle Wendigkeit. Auch bei Ausstattung und Komfort punktete das Neueck. Nur der Rahmen überzeugte die Tester durch sein hohes Gewicht nicht komplett. Und auch für die Optik gab es Kritik – bei so einem Preis muss eben alles stimmen.
Den kompletten Testbericht lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ”RennRad”, eine Übersicht über die getesteten Rennräder sowie ein kurzes Testfazit finden Sie hier.


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