Laut den Autoren der Langzeitstudie sei das Risiko für alle Konsumenten von Softdrinks schon dann spürbar erhöht, wenn sie wöchentlich zwei oder mehr dieser Drinks zu sich genommen hätten. Der Durchschnitt habe in der Studie bei fünf Drinks pro Woche gelegen. Erschreckend ist dabei insbesondere, dass die Forscher andere Faktoren, die sich durch den exzessiven Cola- und Limonadengenuss in dieser Gruppe ohnehin verstärkt finden, bereits herausgerechnet haben. Die 87 Prozent Zunahme des Krebsrisikos ergaben sich also nach Abzug von Faktoren wie Rauchen, Übergewicht, Konsum von Alkohol oder rotem Fleisch in größeren Mengen.
Auch deutsche Forscher zeigen sich von den Ergebnissen der Studie überzeugt: So kommentiert unter anderem das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke, dass die Studie zeige, dass es eine Beziehung zwischen Softdrinks und Bauchspeicheldrüsenkrebs gebe. Allerdings, einen Pferdefuß gebe es schon: Die Studienteilnehmer seien nur einmal zu Beginn der Untersuchung über ihre Ernährungsgewohnheiten befragt worden. So könnten deutliche Veränderungen im Laufe der Studie auch das Ergebnis beeinflusst haben.
Dabei, so ist sich die Forschergemeinde aber einig, handle es sich dann nur um eine Frage, wie hoch der prozentuale Zuwachs tatsächlich ausfalle. Am grundsätzlichen Ergebnis ändere dies aber nichts. Dennoch muss man nun nicht sofort alle Softdrinks von seinem Getränkeplan streichen: An Bauchspeicheldrüsenkrebs sterben zwar 95 Prozent der Erkrankten bis fünf Jahre nach der Diagnose, gleichwohl ist diese Krebsart zum Glück noch sehr selten. Allerdings addiert sich damit ein weiteres Gesundheitsrisiko zu den zahlreichen anderen von Cola & Co: Ein wenig Zurückhaltung beim Konsum schadet also nicht…

RSS-Feed abonnieren zum Thema

[...] Testberichte.de Gesundheit Kommentar schreiben [...]