Dies entspricht insgesamt einer satten Preissteigerung von 31,3 Prozent – und das in einem Zeitraum, in welchem die Inflation kaum zugelegt hat. Weiteres, noch dreisteres Beispiel: Beiersdorf senkte den Packungsinhalt seines Produktes „Nivea Creme Soft mit Mandelöl“ im Juni 2007 von 150 auf 125 Gramm – bei gleich gebliebenem Preis und gleicher Verpackungsgröße. Die Absicht ist klar: Der Käufer soll gar nicht mitbekommen, dass er eine versteckte Preissteigerung mitbezahlt. Im August 2010 folgte nun eine besonders raffinierte Neugestaltung des Produktes: So senkte Beiersdorf den Preis von 79 Cent auf 69 Cent – reduzierte aber gleichzeitig den Inhalt von 125 auf nur noch 100 Gramm. Fazit: Der Kunde glaubt, er zahlt weniger, bekommt aber auch deutlich weniger.
Am Ende zahlt er sogar noch 9,2 Prozent mehr als zuvor, insgesamt ergab sich durch die beiden Füllmengenreduktionen ebenfalls eine satte Preissteigerung von 31 Prozent. Ähnliche Fälle konnte die Verbraucherzentrale Hamburg nun bei Produkten wie „Pringles Original“, „m&m’s Erdnüsse“ oder auch Calgonit nachweisen. Eine beispielhafte Liste kann auf der Website der Verbraucherzentrale Hamburg eingesehen werden. Es heißt also leider immer mehr: Augen auf beim vermeintlichen Schnäppchenkauf!

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